OSTERTRAININGSLAGER BELLECIN

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Von 23. März bis 2. April begab sich ein Teil der Koblenzer Trainingsgruppe zur Vorbereitung des Saisonstarts mit der Kaderüberprüfung Leipzig und den nachfolgenden Kleinbootüberprüfungen an den Lac de Vouglans. Am frühen Morgen des 23. März machte sich eine Gruppe hoch motivierter Rhenan*innen – Natalie Weber, Paula Kollmann, Thea Dimitrova, Philipp Jensen – ein Sportler aus Neuwied und Trainer Thomas Kornhoff, auf die Reise in den französischen Jura. Natalie und den Trainer, die erst am Vorabend von den DRV-Überprüfungen in Hamburg zurückgekommen waren, nach einer recht kurzen Nacht. Bereits auf der Anreise kündigte sich an, welches Wetter uns die folgenden zehn Tage erwarten würde: Echtes Aprilwetter mit stündlichem Wechsel von Sonne, Wind, Regen, Schneefall, Hagelschauern und durchziehenden Gewittern. Trotz der wechselnden Bedingungen konnte das geplante Trainingspensum im Wesentlichen absolviert werden. Bis auf einen Tag konnte jeden Tag gerudert werden. Alternativ konnte im Centre Sportif in Bellecin mit Sporthallen und Kraftraum, knapp 20 Ruderergometern und Indoor-Fahrrädern auch ein Schlechtwettertag sinnvoll genutzt werden. Durch die teilweise zeitlich überlappenden Trainingsgruppen vom Bundesstützpunkt Hannover und mehrere französische und schweizerische Vereinsmannschaften gab es keine Einschränkungen. Lediglich die Routenwahl und das Timing der schweizerischen Trainermotorboote führte anfangs zu etwas Unmut bei den Athlet*innen. Es konnte nicht abschließend geklärt werden, ob Unvermögen oder Rücksichtslosigkeit dafür verantwortlich gemacht werden sollte. Da der See aber ausreichend Platz bietet, konnten in weiterer Folge Begegnungen weitestgehend vermieden werden. Neben Techniktraining und längeren Rudereinheiten auf dem etwa 20km langen Speicherstausee wurden auch gemeinsam mit der Trainingsgruppe aus Trier einige Strecken im Albanosystem absolviert. Sowohl Natalie als auch Thea erreichten dabei sehr gute Zeitrelationen. Parallel zu den Trainingswettfahrten kämpften Thea und Philipp noch intern um den Titel des “Overachievers”. Der in jugendlichem Übermut und Ehrgeiz, mit viel Herz aber ohne Sinn und Verstand ausgetragene Wettbewerb, wer denn über das Trainingsprogramm hinaus das meiste Zusatztraining absolviert, musste durch explizite Traineranweisung gebremst werden. So ist unklar geblieben, ob es einen Sieger gab. Einen Verlierer gab es jedenfalls. Philipp lag die letzten Tage des Trainingslagers mit Fieber danieder und wurde von seinen Eltern abgeholt. Die Moral von der Geschicht: Übertreib´s im Training lieber nicht!